Bücher - Besprochene Titel


       
 

Sporternährung

 
 
   
Demnächst

Beat Knechtle: Aktuelle Sportphysiologie - Leistung und Ernährung im Sport
       

       
  Gewichtsreduktion  

 

     

 

   
 
Sportmedizin/Verletzungen
 


Richard Rost (Hrsg); Lehrbuch der Sportmedizin


Peterson, Lars; Renström, Per; Verletzungen im Sport: Prävention und Behandlung
       

 

 
Ratgeber
 
     

       
Ernährungswissenschaft
 
       


Paolo M. Suter;
Checkliste Ernährung;

     

Claus Leitzmann, Markus Keller, Andreas Hahn;
Alternative Ernährungsformen;

Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) e.V. (Hrsg.); Praxis der Diätetik und Ernährungsberatung;
     

       
       

 

 

 

 

Sporternährung

Peter Konopka; Sporternährung - Leistungsförderung durch vollwertige angepasste Ernährung;
München, BLV Sportwissen 2001; 192 Seiten, 11 s/w-Fotos, 52 Grafiken; ISBN 3-405-15565-7; € 16,95

Nicht das Essen macht den Meister - sondern der Meister macht sich sein Essen.
Mit diesem Satz zitiert Konopka einen zentralen Aspekte der Sporternährung. Zuerst kommt das regelmäßige und geplante Training. Um jedoch langfristig erfolgreich zu sein, muss den daraus im Organismus entstehenden speziellen Bedürfnissen, durch eine entsprechende Kost begegnet werden.
Dem Autor ist hierbei ein guter Mix aus sport- und ernährungsphysiologischen Grundlagen in Kombination mit trainingswissenschaftlichen Aspekten gelungen. Den Lesern werden zwar keine Rezepte mitgeliefert, es finden sich jedoch immer hilfreiche Lebensmittellisten für die individuelle praktische Umsetzung.

Ausführlich werden die Nährstoffgruppen Fett, Kohlenhydrate, Protein, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, Flüssigkeitsbilanz und Ballaststoffe besprochen.
Dabei wird jeweils näher auf die Bedeutung der Nährstoffe im Belastungsstoffwechsel eingegangen.

Für die sportlich aktiven Leser werden vor allem die Kapitel "Ernährungsstrategien in der Praxis" und "Ernährungsrichtlinien in den einzelnen Sportartengruppen" von großem Interesse sein. Konopka beschreibt hier ausführlich die Grundlagen einer Leistungskost in Abhängigkeit des Belastungsprofils einer Sportart. Dabei werden die Sportarten in die Gruppen Ausdauer-, Kampf-, Spiel-, Schnellkraft- und Kraftsportarten unterteilt.

Wer nicht nur wissen möchte "was" sportlich Aktive essen sollten, sondern auch am "Warum" interessiert ist, wird in diesem Buch umfangreiche Antworten finden.

Hans Braun



Dieter K. Baron; Optimale Ernährung des Sportlers
Mit 19 Tabellen und vielen Rezeptvorschlägen; 2. überarb. und erw. Aufl. - Stuttgart, Leipzig: Hirzel 1999; ISBN 3804716288; € 24,90

In leicht verständlicher Form beschreibt Dieter K. Baron gesicherte ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse und kombiniert diese mit praktischen, geschmackvollen Ernährungsempfehlungen.
Im ersten Kapitel werden zunächst die biochemischen Grundlagen der verschiedenen Nährstoffgruppen (Energieträger, Vitamine, Mineralien, Ballaststoffe, Wasserhaushalt) besprochen. Darauf aufbauend wird der Nahrungsbedarf von Sportlern unter dem Aspekt der sportlichen Leistung genauer erläutert. Im Kapitel "Spezielle Ernährungsprobleme" geht der Autor zudem auf häufig gestellte Fragen wie Muskelkrämpfe, Hungerast, Gewichtmachen usw. ein.
Die Umsetzung der theoretischen Basisinformationen in praktische Ernährungstipps findet in der zweiten Hälfte des Werkes statt. Umfangreich

werden Ernährungspläne für Ausdauer-, Kraft-, Schnellkraft-, Spiel- und Kampfsportarten besprochen. Für jede Sportart werden 7 Beispieltage mit jeweils bis zu 45 Rezepten besprochen. Der Autor legt Wert darauf, dass mit den vorgeschlagenen Ernährungsplänen keine umfassende Ernährungsberatung gegeben werden kann. Den Lesern sollen vielmehr Anregungen zur praktischen Umsetzung vermittelt werden.Wie bei allen Ernährungsplänen und Rezepten ist es ratsam sich nicht zu sehr an vorgegebenen Kalorienmengen sondern vielmehr an tatsächlichen individuellen Bedürfnissen orientieren.
Abschließend finden die Leser Tabellen zur Nährstoffkonzentraten, Mineralwässern und Nährwerttabellen.

Das Werk richtet sich an alle Sporttreibenden, Leistungssportler wie Amateure, an Trainer, Sportstudenten, Sportärzte und Apotheker als Hilfestellung bei der Beratung und als Leitfaden bei der Gestaltung optimaler Speisepläne.

Hans Braun


Melvin H. Williams; Ernährung, Fitness und Sport
Dt. Ausg. hrsg. von Richard Rost, Berlin, Wiesbaden: Ullstein Mosby 1997, 499 Seiten, ISBN 3-86126-150-2; € 59,95

Ernährung, Fitness und Sport kann bedenkenlos als das Standardwerk rund um das Themengebiet der Sporternährung bezeichnet werden. Williams gelingt es in anschaulicher Weise eine Beziehung zwischen den beiden Themengebieten Sport und Ernährung herzustellen. Dieses Buch eignet nicht nur für den gesundheitsbewussten Sporttreibenden, Athleten oder Trainer, sondern auch für Ernährungswissenschaftler, Sportlehrer und Sportmediziner.

Williams beschreibt die Problematik von mangelnder Bewegung und unausgewogener Ernährung aus amerikanischer Sicht. Den Übersetzern Prof. Dr. med Richard Rost und Sylvia Rost gelingt es jedoch vorzüglich, Tipps und Empfehlungen den deutschen Bedürfnissen und Gewohnheiten anzupassen.

Auf einer wissenschaftlich fundierten Basis widmet Williams dem Energiestoffwechsel, sowie den Nährstoffen Kohlenhydrate, Fette, Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Wasser eigene umfangreiche Kapitel. Zudem werden in drei weiteren Kapiteln ausführlich die Themen Körpergewicht und Gewichtskontrolle durch Ernährung und Bewegung besprochen.
Neben einem umfassenden Stichwort- und Literaturverzeichnis finden sich im Anhang vertiefende Hinweise zu Nährstoffempfehlungen, Kalorienverbrauch im Sport, Lebensmittelaustauschtabellen bis hin zu einer Einführung in die Biochemie des Energiestoffwechsels.

Williams äußert sich in seinem Vorwort zur Problematik des Themengebiets Sport und Ernährung folgendermaßen:
"In wohl kaum einem anderen Bereich findet man so viel Aberglauben wie in der Ernährung, der Markt ist voller Quacksalber, die betrügerische Produkte verkaufen."
Seiner Ansicht nach unterliege vor allem die Gruppe der Sportler den Verführungen von angeblicher Spezialnahrung. Eines der Ziele dieses Buches bestehe darin, mit den Mythen aufzuräumen und das Ernährungswissen des Sportlers auf eine vernünftige Basis zu stellen.

Dies ist dem Autor vollauf gelungen. Dieses Werk ist absolut empfehlenswert.

Hans Braun

 


Beat Knechtle: Aktuelle Sportphysiologie - Leistung und Ernährung im Sport

S. Karger Verlag, 2002, 323 Seiten, 23 Abbildungen, 36 Tabellen, broschiert, ISBN 3-8055-7457-6, € 50.00

Rezension folgt demnächst

 

 

 

Gewichtsreduktion

D. Pape, R. Schwarz, H. Gillessen; Gesund - Vital - Schlank:
Fettverbrennung, der Königsweg zur dauerhaften Fitness; raus aus der Insulinfalle.
Mit Fachbeiträgen von Prof. Dr. Gerhard Uhlenbruck und Prof. Dr. Alois Mader und einem Geleitwort von Prof. Dr. Wildor Hollmann
213 Seiten, 100 Abbildungen; broschiert, 16,5 x 24 cm;
Köln; Deutscher Ärzte-Verlag; 2001; ISBN 3-7691-1164-8; € 19.95/ SFr 30,10


Bewegungsmangel und Fehlernährung sind zwei zentrale Ursachen für die Entstehung der sogenannten Zivilisationserkrankungen. Das Zauberwort in diesem Zusammenhang heißt Prävention.

Die Autoren D. Pape, R. Schwarz und H. Gillessen zeigen mit ihrem Buch "Gesund - Vital - Schlank" praxisnah und ganzheitlich auf, was jeder einzelne tun kann um sich auch noch im Alter gesund und fit zu fühlen. Auf sehr anschauliche und verständliche Art gelingt es teilweise komplizierte medizinische Zusammenhänge für jeden nachvollziehbar darzustellen. Darauf aufbauend werden Ratschläge für den Alltag gegeben.

Das Buch ist in 3 Teile gegliedert.

In Teil 1 geht es um den ganzheitlichen Präventionsgedanken. Zusammenhänge zwischen körperlichen, geistigen aber auch seelischen Ressourcen werden erläutert. Es wird deutlich, dass Gesundheit nicht nur auf einer Ebene zu suchen ist.

Der Teil 2 beschäftigt sich ausführlich mit der Ernährung. Ein umfangreicher Teil wird den Kohlenhydraten, dem glykämischen Index und ihrer Bedeutung im Zusammenhang mit Übergewicht gewidmet. Der Ansatz der "Insulinfalle" als Ursache von Übergewicht und Stoffwechselerkrankungen ist sinnvoll und hilfreich. Die praktischen Hinweise in diesem Teil sollten jedoch keineswegs zu leichtfertig verallgemeinert werden. Einen weiteren Schwerpunkt nehmen die Nahrungsfette und ihr Einfluss auf metabolische Risikoparameter ein.

Teil 3 beschreibt sportpraktische Maßnahmen. Der Schwerpunkt liegt auf den Vorteilen eines moderaten Ausdauertrainings zur Verbesserung des Herz-Kreislauf- und Immunsystems, der Fettverbrennung und zur Regulierung von Stresssymptomen.


Die Stärke dieses Buches liegt darin, dass die beiden zentralen Aspekte der Prävention - ausgewogene Ernährung und moderate Bewegung - nicht isoliert behandelt, sondern immer als Teil der ganzheitlichen Gesundheit verstanden werden.
Die Autoren haben sich in ihrem Vorwort zum Ziel gesetzt den Lesern aufzuzeigen, dass jeder durch eine angemessene Ernährung und genügend Bewegung gesund und fit alt werden kann. Dies ist ihnen auf eine anschauliche Art und Weise gelungen.
Das Buch eignet sich vorwiegend für gesundheitsbewusste Leser, Personen mit Übergewicht und Patienten mit Stoffwechselerkrankungen.

Prof. Dr. Wildor Hollmann merkt in seinem Geleitwort an: "Das Buch ist ausgezeichnet geeignet, präventivmedizinisches Wissen in unserer Gesellschaft zu vermehren."

Dem ist nichts hinzuzufügen.

Hans Braun




Michael Hamm; Fit und schlank mit dem GLYX - Dauerhaft abnehmen mit den richtigen Kohlenhydraten;
München, Midena Verlag 2001; 128 Seiten, 45 Rezepte; ISBN 3-310-00707-3; € 12,90

Dauerhaft abnehmen mit den richtigen Kohlenhydraten - so lautet der Untertitel des jüngsten Werks "Fit und schlank mit dem GLYX" von Michael Hamm.
Was ist der GLYX? Wird der Trend zu Low-Fat nun vom GLYX abgelöst?

Hinter dem GLYX steht der sogenannte glykämische Index, der als Maß für den Blutzuckeranstieg nach einer Mahlzeit gilt. Dieser Anstieg hängt von der Art und Menge der verzehrten Kohlenhydrate ab.
In leicht verständlicher und anschaulicher Form erläutert Hamm die Zusammenhänge von Kohlenhydrate, Blutzuckeranstieg, Insulin (-resistenz) und der damit in Verbindung gebrachten Entstehung von Übergewicht und anderen ernährungsbedingten Erkrankungen.

Wie von diesen Kenntnissen profitiert werden kann erläutert Hamm nicht nur für Alle die abnehmen möchten, sondern auch für gesundheitsorientierte, sportlich aktive Personen. Es wird deutlich, dass "Low-Fat" alleine nicht reicht. Gesunde, ausgewogene Ernährung bedeutet auch auf die Herkunft der Kohlenhydrate zu achten.
Am Ende bleibt die Einsicht, dass weder Low-Fett noch GLYX allein den Schlüssel zur Gesundheit oder dem Wunschgewicht darstellen. Es geht vielmehr darum die richtige Mischung zu finden.
Welches Lebensmittel nun welchem GLYX zugeordnet werden kann lässt sich in den anschaulichen GLYX Tabellen mit über 150 Lebensmitteln herausfinden. Zum Abschluss werden 45 Rezepte für einen optimalen GLYX vorgestellt.

Michael Hamm möchte mit dieser Thematik nicht alle bisherigen Ratgeber ablösen, sondern ihm liegt vielmehr daran: ..."dass Sie das GLYX-Konzept als Beitrag zu einer insgesamt gesünderen Ernährung verstehen, deren gesundheitlicher Vorteil besonders in der Vorbeugung gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen liegt."

Hans Braun

 

Sportmedizin / Verletzungen

Rost, Richard (Hrsg); Lehrbuch der Sportmedizin
Unter Mitarbeit von H.-J.Appell, C. Graf, U. Hartmann, W. Menke, P.Platen, G. Predel, W. Schänzer, K. Schüle, I.U. Wilczkowiak
683 Seiten, mit 222 vierfarbigen Abbildungen und 35 Tabellen Köln;
Deutscher Ärzte-Verlag; 2001; ISBN 3-7691-7073-3; € 69.95


Sport hat sich, ob aus gesundheitlichen oder leistungsorientierten Motiven betrieben, einen festen Platz in unserer Gesellschaft erobert. Die Sportmedizin hat sich daher zur Aufgabe gemacht, die richtige Dosis zur Verwirklichung der jeweiligen Ziele aus Sicht von Leistung und Gesundheit, sowie der Verhinderung von Gesundheitsschäden als Folge von körperlicher Überlastung zu finden.
Zu diesem Zweck war es dem Herausgeber Richard Rost ein wichtiges Anliegen, ein umfassendes Lehrbuch der Sportmedizin vorzulegen. Dazu konnte er ein kompetentes Autorenkollektiv gewinnen, das im wesentlichen den für die Sportmedizin relevanten Instituten der Deutschen Sporthochschule Köln entstammt.

Das Werk überzeugt durch eine klare verständliche Sprache und verzichtet auf eine unnötige Verwendung von medizinischen Fachausdrücken. Die wichtigsten Informationen werden im Text kurz zusammengefasst und anschaulich hervorgehoben.

Sicherlich können die einzelnen Kapitel nicht mit den entsprechenden Fachbüchern konkurrieren. Dies war jedoch nicht das Ziel. Vielmehr erhalten die Leser ein Basiswerk, das disziplinübergreifend die verschiedenen Themen der Sportmedizin behandelt und so zu einem deutlich besseren Verständnis führt.

Themengebiete:

· Biologische Grundlagen (Energiestoffwechsel, Trainingslehre, Ernährung, Doping)
· Allgemeine Grundlagen des gesunden und kranken Bewegungsapparates
· Spezielle Sportverletzungen
· Internistische und neurologisch-psychiatrische Krankheitsbilder
· Sinnesorgane
· Haut- und Hautanhangsorgane
· Atmung
· Sport unter speziellen Bedingungen (Höhe, Hitze, Kälte, Tauchen)
· Spezielle Kollektive (Kinder, Frau und Sport, Sport im Alter, Behindertensport)
· Sport und Gesundheit

Auch wenn das Werk in erster Linie für die Sportstudierenden gedacht war, so hoffen Herausgeber, Autoren und Verlag damit auch dem Sport und der Sportmedizin verwandten Berufsgruppen wie SportärztInnen, TrainerInnen, KrankengymnastInnen usw. hilfreich zu sein.
Die verständliche Sprache und anschauliche Bebilderung macht es jedoch auch dem medizinischen Laien zugänglich und kann so jedem Interessierten als Nachschlagewerk für die Heimbibliothek empfohlen werden.


Hans Braun


Peterson, Lars; Renström, Per; Verletzungen im Sport: Prävention und Behandlung
534 Seiten, mit 335 Abbildungen in 560 Einzeldarstellungen und 14 Tabellen; 3. völlig neubearb. Aufl.; 2002; Deutscher Ärzte-Verlag; ISBN 3-7691-0320-3; € 54,95 / SFr 83,00


Ausgewogene körperliche Aktivität ist für die Gesundheit des Menschen von großer Bedeutung. Trotzdem lassen sich Verletzungen und andere medizinische Probleme nicht vermeiden.
Damit sich daraus keine Nachteile oder gar bleibenden Folgen entwickeln, bedarf es sportmedizinischem Fachwissen und Information, wie Verletzungen beim Sport und bei körperlicher Aktivität so korrekt wie möglich behandelt werden können.

Der Klassiker zu diesem Themengebiet "Verletzungen im Sport" vom Autorenteam Peterson/Renström geht nun in seine komplett neu überarbeitete 3. Auflage.

Ausführlich werden die Verletzungen des Muskel- und Skelettsystems besprochen. Den Verletzungsarten der verschiedenen Körperregionen (z.B. Schulter, Oberarm, Ellenbogen, Rücken, Knie, Unterschenkel, Fuß, ...) werden eigene umfangreiche Kapitel gewidmet.
Dabei legen die Autoren nicht nur Wert auf die Darstellung von Ursache, Diagnose und Therapie, sondern sie geben auch wertvolle Tipps zur Prävention.
Ergänzend zu den Verletzungsmöglichkeiten im orthopädischen Bereich werden spezifische Themen wie: Verletzungen und Gesundheitsrisiken bei besonderen Personengruppen, in extremen Umgebungen oder die Auswirkungen von Infektionen, Doping und die besonderen Probleme des Trainings im Ausland behandelt.

Eine große Stärke des Werkes liegt in seiner Bebilderung. Auch wenn einige Darstellungen im Buch so manchen Leser erschaudern lassen, so veranschaulichen gerade die hervorragenden anatomischen Grafiken, Fotografien, Röntgen- und MRT-Abbildungen den Text auf optimale Weise. Ein umfangreicheres Inhaltsverzeichnis würde dem Werk jedoch gut tun.
Das Buch ist in erster Linie Ärzten, Sport- und Medizinstudenten, Physiotherapeuten bzw. Krankengymnasten im täglichen Umgang mit Sportverletzungen zu empfehlen. Jedoch können auch Trainer, Sportlehrer und Sportler von diesem Nachschlagewerk profitieren.

Hans Braun


Ratgeber

Thomas Ellrott und Birgit Ellrott; Fettfalle Fastfood:
Finden Sie die fettarmen Alternativen

Frankfurt/Main; Umschau/Braus, 2001; ISBN 3-8295-7121-6; € 10.00

Die Fastfood- Gastronomie hat sich mittlerweile weltweit etabliert. Es wird angenommen, dass im Jahr 2005 nahezu die Hälfte aller Mahlzeiten außer Haus konsumiert werden. Fast Food liegt also voll im Trend der Zeit. Ob es sich dabei um einen Verfall der Esskultur oder einen Aspekt des "modern Lifestyle" handelt soll im neuen Ratgeber "Fettfalle Fastfood, von Thomas und Birgit Ellrott jedoch nicht behandelt werden.
Vielmehr werden in diesem Werk, in Anlehnung an den Einkaufsführer Fettfalle Supermarkt, gängige Fastfood Anbieter auf Fettgehalt durchleuchtet und mögliche fettarme Varianten hervorgehoben.
Oft besteht die Meinung, Fastfood beziehe sich ausschließlich auf die amerikanischen Schnellrestaurants. Der Ratgeber berücksichtigt jedoch auch die Mahlzeiten auf Autobahnraststätten, des Mitropa Service im Zug, der deutschen Imbisskultur aber auch Backwaren und Tiefkühlkost. Es kann davon ausgegangen werden, dass dabei zahlreiche LeserInnen auf Fettfallen stoßen werden, die sie dort nicht erwartet hätten.

Fastfood ist generell nicht ungesund. Veränderte Lebensbedingungen machen es manchmal notwendig auf das schnelle Essen zurückzugreifen. Die beiden Autoren zeigen in gewohnter anschaulichen Art, dass es auch bei der schnellen Küche fettarme Alternativen gibt.


Hans Braun



Thomas Ellrott und Birgit Ellrott; Fettfalle Supermarkt:
Finden Sie die fettarmen Alternativen

Frankfurt/Main; Umschau/Braus, 2000; ISBN 3-8295-7115-1; € 10.00

Ernährungserhebungen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen dokumentieren immer wieder eine zu hohe Fettzufuhr. Vor allem bei Übergewichtigen wurde dabei ein überdurchschnittlicher Fettkonsum festgestellt. Aufbauend auf diese Erkenntnisse wird Personen, die nicht nur Abnehmen, sondern dieses Gewicht auch halten wollen empfohlen verstärkt auf den Fettanteil in der Nahrung zu achten. Dr. Thomas Ellrott besitzt als Übergewichtsexperte an der Ernährungspsychologischen Forschungsstelle der Universität Göttingen vielfältige wissenschaftliche Erkenntnisse auf diesem Gebiet. Seine Frau Birgit Ellrott ist praxiserprobte Beraterin übergewichtiger Menschen.

Die Fettreduzierte Ernährung beginnt jedoch nicht auf dem Teller, sondern bereits beim Einkauf. Als Wegbegleiter für den Lebensmittel-Dschungel Supermarkt geben die beiden Autoren praxisnahe Vorschläge, wie fettreiche Lebensmittel gegen fettarme Varianten ausgetauscht werden können. Es werden alle Lebensmittelgruppen, die in einem Supermarkt zu finden sind besprochen. Besonders gelungen ist die anschauliche Darstellung mit vielen Farbfotos.

Die Reduzierung der Fettzufuhr ist jedoch nicht nur für Übergewichtige von Vorteil, sondern stellt auch ein wesentlicher Aspekt der Sporternährung dar. Ernährungsanalysen bei Sportlern zeigen ebenfalls eine zu hohe Fettzufuhr bei gleichzeitig geringer Kohlenhydratversorgung. Daher können auch Sportler von diesem Ratgeber besonders profitieren.

Ein gelungener praxisnaher Ratgeber und allen die auf der Suche nach fettarmen Alternativen sind zu empfehlen.

Hans Braun

 

Ernährungswissenschaft und Diätetik

Paolo M. Suter; Checkliste Ernährung

Stuttgart; New York; Thieme Verlag; 2002; ISBN 3-13-118261-X; € 29.95
60 Abbildungen in 91 Einzeldarstellungen; 91 Tabellen


Die Reihe "Checklisten der aktuellen Medizin" umfasst zahlreiche Publikationen zu verschiedenen Themen. In dieser Folge gibt es nun auch die Ausgabe "Checkliste Ernährung".
Der Verlag beschreibt das Werk mit den kurzen Worten: Checkliste Ernährung: Pragmatische Informationen - ballaststoffarm und nährstoffreich.
Dem Autor Paolo M. Suter ist ein kompaktes, übersichtliches und sehr informatives Werk gelungen. Er verzichtet auf ausführliche Beschreibungen, sondern zählt knapp und präzise die wesentlichen Fakten zu den einzelnen Themengebieten auf.
Auf 434 Seiten in handlicher Größe findet der Leser alles, was für die Diagnose in Sachen Ernährung notwendig ist. Kurz und knapp - ein empfehlenswertes Nachschlagewerk für die tägliche Arbeit.


Das Buch ist in 4 Bereiche unterteilt, die leserfreundlich nach Farben markiert wurden:

Im grauen Teil werden physiologische Grundlagen sowie verschiedene Diagnostik- und Screeningmethoden zur Erfassung des Ernährungsstatus beschrieben.
Der grüne Teil liefert praxisrelevante Informationen zu Nährstoffen und Nahrungsbestandteilen. Dabei wird im wesentlichen nach folgendem Schema vorgegangen: Grundlagen, Bedarf/Empfehlung, Lebensmittel, Diagnostik und Verhalten bei Mangel oder überhöhter Zufuhr.
Im blauen Teil sind alle ernährungsmedizinisch relevanten Krankheitsbilder und Lebenssituationen dargestellt, immer mit konkreten Ernährungsempfehlungen. Themen sind z.B. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes mellitus, Osteoporose, Essstörungen, Sport oder Schwangerschaft.
Der rote Teil liefert Informationen rund um die allgemeine Ernährungstherapie einschließlich Musterlösungen zu Diäten und eine Übersicht über besondere Kostformen und Außenseiterdiäten.
Im Anhang befindet sich auf wenigen Seiten noch einmal das Wesentliche zu Laborwerten, Umrechnungstabellen, Adressen, Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr und den ICD-10-Diagnoseschlüssel - alles übersichtlich und schnell zur Hand.

Das Werk eignet sich ausgezeichnet für alle, die für Diagnose und Beratung kompakte, praxisnahe Informationen rund um die Ernährung benötigen. Es ist in erster Linie an Mediziner in Klinik und Praxis, Diätassistenten, Ökotrophologen aber auch interessierte Patienten/Leser gerichtet.

Hans Braun

Leitzmann et al.; Ernährung in Prävention und Therapie; Ein Lehrbuch

Stuttgart; Hippokrates Verlag GmbH; 2001; ISBN 3-7773-1141-3; € 39.95

Wenn ein bestimmtes Ernährungsverhalten langfristig zu Erkrankungen führt wird von ernährungsabhängigen Erkrankungen gesprochen. Die vorwiegende Ernährungsweise in den Industrienationen hat diesen Zustand erreicht. Erkrankungen die ihre Ursache zum Teil in der "falschen" Ernährung haben, verursachen in der BRD Kosten in einer Größenordnung von 60 Mrd. Euro pro Jahr. Ernährung macht jedoch nicht nur krank, sondern kann in einer günstigen Zusammenstellung einen enormen Beitrag zur Prävention als auch Therapie von Erkrankungen beitragen.
Dieses Lehrbuch will dazu beitragen den vorhandenen negativen Entwicklungen im Gesundheitswesen zu begegnen und andererseits die vielfältigen Möglichkeiten einer ausgewogenen Ernährung zur Prävention und Therapie nutzen.
Dies ist dem Autorenteam um Professor Leitzmann gelungen. Das Buch präsentiert sich als empfehlenswertes Standardwerk zu den theoretischen Kenntnissen der Ernährungswissenschaft, mit hilfreichen praktischen Tipps an der richtigen Stelle. Die übersichtliche Gliederung ist hervorzuheben. So werden die ernährungsabhängigen Krankheiten immer nach dem Schema - Klinik, Ursachen, Therapie, Prävention, Zusammenfassung und Empfehlungen - besprochen.


Das Werk lässt sich in 4 übergeordnete Bereiche untergliedern.

· Physiologische Grundlagen der Ernährung (Hauptnährstoffe, Vitamine, Mineralstoffe, weitere Nahrungsinhaltsstoffe)
· Ernährung verschiedener Bevölkerungsgruppen (Schwangere und Stillende, Säuglinge, Kinder, ältere Menschen, Sportler)
· Alternative Ernährungsformen (detaillierte Information und Einschätzung
· Ernährungsabhängigen Krankheiten (Präventions- und Therapiemöglichkeiten)

Das Lehrbuch wird abgerundet mit einem etwas kurzen aber häufig unterschätzenden Beitrag zu Vorraussetzungen, Problemen und Motive der Ernährungsumstellung. Den das Wissen um die "richtige Ernährung" befähigt nicht automatisch zum Handeln.

Das Buch richtet sich vorwiegend an niedergelassene Ärzte und alle im Gesundheitswesen tätigen Personen. Profitieren werden auch Studierende der Ernährungswissenschaft und Medizin. Die hilfreichen praktischen Tipps eröffnen es sogar einem breiten Publikum, sodass es auch interessierten Laien empfohlen werden kann.
Bleibt zu hoffen, dass entscheidende Multiplikatoren der medizinischen Heilberufe dieses Buch für ihre tägliche praktische Arbeit nutzen, um die Möglichkeiten der Ernährung in Prävention und Therapie im Sinne der Patienten zu optimieren.

Hans Braun


 

Claus Leitzmann, Markus Keller, Andreas Hahn; Alternative Ernährungsformen;

Stuttgart; Hippokrates Verlag GmbH; 1999; ISBN 3-7773-1311-4; € 29.95

Früher waren es ideologische Weltverbesserer oder gar Spinner die sich mit alternativen Ernährungsformen auseinandergesetzt haben. Heute nehmen diese Alternativen einen großen Raum in der Ernährungsweise der Bevölkerung ein. So wird die Zahl der Vegetarier in der BRD auf mehr als 3 Millionen geschätzt.
Alternative Kostformen sind nach Ansicht der Autoren langfristig praktizierbare Ernährungsformen, die von der derzeit üblichen Ernährungsweise mehr oder minder abweichen. Die Leser werden daher im vorliegenden Werk auch keine Besprechung von Diäten finden, da diese keine langfristig praktizierbare Kostformen darstellen.
Ein wesentlicher Grund dieses Buch zu verfassen bestand für die Autoren darin, dass diese Ernährungsweisen häufig noch belächelt und selten ernstgenommen werden. Die Autoren sind sich darüber bewusst: "..., dass sie als Ernährungswissenschaftler eine Bewertung Alternativer Ernährungsformen lediglich aus ernährungswissenschaftlicher Sicht vornehmen wollten und konnten, den der philosophische Hintergrund, der den meisten dieser Kostformen zu eigen ist, entzieht sich einer naturwissenschaftlichen Beurteilung."


Ausführlich besprochen werden:
Vegetarismus, Ernährung im Ayurveda, Chinesische Ernährungslehre, Mazdaznan-Ernährung, Makrobiotik, Anthroposophische Ernährungslehre, Waerland-Kost, Haysche Trennkost, Fit for Life, Evers-Diät, Schnitzer-Kost, Rohkost-Ernährung, Vollwert-Ernährung, Vollwertkost nach Bruker, Harmonische Ernährung. Weitere Themen sind Bioaktive Substanzen in Lebensmitteln, Säure-Basen-Haushalt, Lebensmittelallergien und Lebensmittelqualität.

Den Autoren ist es gelungen, in verständlicher Weise, ein kompaktes Nachschlagewerk zu den vielfältigen Ernährungsformen in unserer Gesellschaft zu verfassen, ohne dabei eine Kostform besonders hervorzuheben oder gar prinzipiell abzulehnen. Zu empfehlen ist dieses Buch Ernährungsfachleuten, Medizinern, Heilpraktikern aber auch anderen Interessierten, die sich eine differenzierte Betrachtungsweise "Alternativer Ernährungsformen" aneignen möchten.

Hans Braun


Verband für Ernährung und Diätetik (VFED) e.V. (Hrsg.);
Praxis der Diätetik und Ernährungsberatung;


2., bearb. u. erw. Aufl; Stuttgart; Hippokrates Verlag GmbH; 2002; ISBN 3-8304-5235-7;
€ 39.95

Dem Verband für Ernährung und Diätetik ist es gelungen ein anschauliches und praxisnahes Lehrbuch zum komplexen Themenfeld der Diätetik und Ernährungsberatung zu veröffentlichen. Nach Ansicht des Herausgebers war die neu bearbeitete und erweiterte 2. Auflage notwendig geworden, um das Werk den Bedürfnissen der Leser anzupassen und durch aktuelle Beiträge zu ergänzen.

Das Nachschlagewerk ist als umfassendes, interdisziplinäres Lehrbuch zu verstehen, das die Themen Ernährungslehre, Diätetik, Diätberatung und angrenzende Gebiete abdeckt. Hervorzuheben ist der intensive Bezug zur Praxis. Es richtet sich vor allem an Diätassistenten, Oecotrophologen, Krankenschwestern, diätetisch geschulte Köche, Ärzte und Apotheker.

Aus dem Inhalt:

- Ernährungslehre und Diätetik - Grundlagen
- Ernährungsbedingte und -abhängige Erkrankungen
- Diätformen
- Tagesbeispiele
- Nahrungsmittelallergien
- Enterale Ernährung
- Diät- / Ernährungsberatung

Gelungen ist zudem das Kapitel Ernährungsforum. Verschiedene Autoren stellen hier spezifische Themengebiete vor, wie z.b.:

- Zinkmangel - Ursachen, Symptome, Therapie
- Wechselwirkung von Arzneimitteln mit Nahrungsmitteln.
- Diagnostik von Spuren- und Mengenelementen
- Functional Food

Für eine zielgerichtete individuelle Ernährungsberatung ist die stetige persönliche Weiterbildung hinsichtlich neuer ernährungsphysiologischer, medizinischer und biochemischer Fortschritte zwingend notwendig. Mit Hilfe eines kompetenten Autorenteams konnte ein komplexes Nachschlagewerk erstellt werden, das dem Fachpersonal einen hervorragenden Überblick zu den Veränderungen im Bereich der Diätetik und Ernährungsberatung bietet.
Bleibt zu hoffen, dass viele der aufgeführten praktischen Hilfen im Sinne der Patienten auch zahlreich umgesetzt werden.

Hans Braun

 

 


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