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Die
Energiebereitstellung bei langen Belastungen
Während eines Marathon liegt der Energiebedarf bei ca.
3000 kcal. Je nach Belastungsintensität wird die Energie unterschiedlich
bereitgestellt.
Die folgende Abbildung zeigt
was mit den bekannten Energiequellen unter einer Marathonbelastung passiert.
Wenn Sie nach ca. 20 Minuten ihr Tempo gefunden haben steht der Stoffwechsel
in einem Gleichgewicht. Im Muskel wird Fett und Glykogen verbraucht.
Der Verbrauch an Muskel Glykogen veranlaßt die Muskelzellen
vermehrt Glukose aus dem Blut aufzunehmen. Diese dient jedoch auch
der Versorgung des Gehirns. Damit das Gehirn nicht unterversorgt wird
liefert die Leber ständig Glukose zur Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels
nach. Dies bedeutet Muskel und Leber-Speicher werden nun mit der Zeit
entleert. Sollte über die Dauer der Belastung die Kohlenhydratreserven
zur neige gehen, kann über einige Aminosäuren Glukose gebildet
werden (Gluconeogenese). Dies ist nur eine Notlösung und sollte möglichst
vermieden werden. Mehr zum Thema Energie .

Was passiert nun wenn die
Kohlenhydratspeicher zu Ende gehen?
Da unter körperlicher
Belastung die Muskulatur Glukose aus dem Blut entnimmt, wird dem Gehirn
sein Brennstoff entzogen. Dies führt zu einem abfallen des Blutzuckerspiegels
(Unterzuckerung). Bekannt ist dieser Zustand unter dem Begriff Hungerast.
Da das Gehirn für die Steuerung aller Tätigkeiten verantwortlich
ist, zeigt sich dieser Energiemangel in Symptomen wie:
Konzentrationsprobleme, Kraftlosigkeit, Schwindelanfälle, Koordinationsstörungen.
Die Laufgeschwindigkeit kann nicht gehalten werden. Es erfolgt ein Einbruch
hinsichtlich des Lauftempo, das Laufen wird zur "Qual"! Dies
kann soweit führen, daß die Belastung abgebrochen werden muß.
Reichen die Speicher für
die Marathonstrecke aus?
Beispiel: Bei einer
Intensität von 50% ergibt sich ein Energieverhältnis von 50%
Kohlenhydrate zu 50% Fett. Das entspricht nun einer Energiemenge von 1500
kcal je Substrat. Wie im Teil Energie erwähnt
stehen uns ungefähr 1600 kcal aus unseren Glykogenspeichern zur Verfügung.
Das heißt bei langsamem Tempo können die Speicher gerade so
für die Dauer eines Marathons ausreichen.
Bei einer leicht erhöhten Intensität (= höheres Lauftempo)
liegt der Kohlenhydratanteil bereits bei 60% (1800 kcal). Die Speicherkapazität
reicht dann im Allgemeinen nicht mehr aus.
Es besteht die Gefahr einer Kohlenhydratunterversorgung während
des Marathons. Die Folgen können ein Leistungseinbruch bis zum
Abbruch des Laufs bedeuten. Dies gilt es unbedingt zu vermeiden.
Daher gehören in der Vorbereitungsphase des Marathons die Planung
des richtigen Trainings und einer optimalen Ernährung unmittelbar
zusammen.
Als Ernährungsfahrplan
sollten Sie sich an der Ernährungspyramide
orientieren.
Hans Braun
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