|
Die
Basisernährung für Sportler
Wer gesund und
leistungsfähig sein möchte benötigt eine Ernährungsform
die langfristig eine ausreichende Versorgung mit allen Nährstoffen
gewährleistet.
Für jeden einzelnen Nährstoff
gibt es Empfehlungen bzw. Richtwerte über die Höhe der Zufuhr.
Ein Lebensmittel das uns mit allen Nährstoffen versorgt gibt es nicht.
Also müssen wir uns die optimale Nährstoffmenge zusammenstellen.
Wenn Sie sich eine sportgerechte Ernährungsweise zusammenstellen
möchten, dann orientieren Sie sich am Modell der Ernährungspyramide.
Es wird davon ausgegangen, dass mit einer vielfältigen und vollwertigen
Lebensmittelauswahl entsprechend der Ernährungspyramide die Versorgung
mit allen Nährstoffen gewährleistet ist. Ein vergleichbares
Modell stellt der Ernährungskreis
dar.
Die angegebenen Mengen beziehen
sich auf Freizeitsportler mit 2 bis 3 Stunden Sport in der Woche.
Bitte beachten Sie, dass entsprechend des Trainingsumfangs die angegebenen
Verzehrsmengen deutlich variieren können. Empfehlungen hierzu müssen
immer im Einzelfall gegeben werden.
Getreideprodukte, Reis,
Kartoffeln
Die Basis einer gesunden, ausgewogenen und leistungsfähigen Ernährung
orientiert sich an dieser Gruppe. Hierzu gehören Kartoffeln, Reis
sowie Lebensmittel die aus Getreide hergestellt werden (Brot, Nudeln oder
Müsli). Nach Möglichkeit sollten Sie Vollkornprodukte als festen
Bestandteil in ihren Ernährungsfahrplan integrieren. Die genannten
Lebensmittel sind die wesentlichen Kohlenhydratlieferanten in unserer
Ernährung.
Gemüse
Gemüse ist Lieferant zahlreicher Mikronährstoffe (Sekundäre
Pflanzenstoffe, Vitamine und Mineralstoffe). Daher sollte Gemüse
roh oder gekocht täglich auf unserem Speiseplan stehen. Für
eine ausgewogene Versorgung sollte eine vielfältige Auswahl angestrebt
werden. Optimal sind mindestens 400 g Gemüse am Tag:
150-200g gekochtes Gemüse
150-200g rohes Gemüse (1 rohe Paprika oder 2 Tomaten oder 3 Karotten...)
100-150g Salat
Untersuchungen aus Ernährungsanalysen
zeigen, dass die wenigsten Personen auf diese Mengen an Gemüse kommen.
Versuchen Sie bewusst den Gemüseverzehr im Alltag zu steigern, dabei
kann bei frischem wie gefrorenem Gemüse zugegriffen werden.
Obst
Obst ist ebenso wie Gemüse ein Lieferant essentieller Mikronährstoffe.
Die optimale Zufuhr von Obst liegt bei 300 g pro Tag. Dies entspricht
in etwa 2 Portionen, also z.b. einem Apfel und einer Birne. Auch hier
sollte möglichst eine abwechslungsreiche Auswahl angestrebt werden.
Mehr Informationen zur gesundheitlichen
Bedeutung von Obst und Gemüse finden Sie unter www.5amTag.de
Milchprodukte
Milchprodukte sind wichtige Lieferanten von Eiweiß, Calcium und
einigen Vitaminen. Bei dieser Gruppe sollten tendenziell die fettarmen
Varianten bevorzugt werden.
Beispiel: 250 ml fettarme Milch und 2 Scheiben Käse pro Tag sind
ausreichend. Fettarme Joghurts oder Quark lassen sich auch gut mit Obst
mischen.
Wurstwaren, Fleisch und
Fisch
Fleisch ist ebenso ein guter Lieferant zahlreicher Mikronährstoffe
(Zink, Eisen, Magnesium und Jod). Für eine ausreichende Versorgung
reichen 3 Portionen (je 150 g) Fleisch und 1-2x Seefisch pro Woche.
Vor allem bei Fleisch und Wurst sollten fettarme Sorten bevorzugt werden.
Fettarme Sorten sind z.B. Geflügel und Steaks. Alle Wurstwaren bei
denen Sie noch die Struktur des Muskels erkennen Können sind prinzipiell
fettarm.
Dazu gehören - Schinken roh und gekocht, Bratenaufschnitt, Kassler,
gegrillte Putenbrust. Hingegen sind Fleischwurst, Salami, Leberwurst,
Mettwurst, Bratwürste, Bockwurst, Currywurst und Hackfleisch besonders
fett- und somit kalorienreich.
Fette, Öle, Süßwaren,
Fast Food...
Pflanzliche Öle und Fette stellen ebenso einen wichtigen Bestandteil
hinsichtlich der Nährstoffversorgung dar. Sie liefern neben fettlöslichen
Vitaminen vor allem die wichtigen essentiellen Fettsäuren. Empfohlen
werden Olivenöl, Rapsöl, sowie Walnussöl und Leinöl
für kalte Speisen.
Wenn die Basis stimmt stellen Süßwaren oder Fast Food kein
Problem hinsichtlich einer ausgewogenen Ernährung dar. Es gibt hier
keine Verbote, sondern die Menge macht's. Hier liegen jedoch die Probleme.
Die Realität zeigt
das Gegenteil
Untersuchungen zeigen jedoch, dass zahlreiche Personen (ob Sportler oder
Nicht-Sportler) mit ihrem Ernährungsverhalten diesen Empfehlungen
nicht gerecht werden. Die Probleme sind bekannt, häufig befindet
sich zuviel Fett und zuwenig Kohlenhydrate auf unserem Speiseplan. Überrepräsentiert
in unserer Ernährung sind Fleisch, Wurst, Käse sowie Limonaden
und alkoholische Getränke. Etwas zu kurz kommen Frischgemüse,
Milchprodukte, Kartoffeln und Getreideerzeugnisse.
Dies stellt sich in der
Ernährungspyramide folgendermaßen dar:

Hans Braun
|