Allgemeines zur Sporternährung

Was passiert eigentlich während einer körperlichen Belastung?

Bei einer sportlichen Aktivität verwertet der Körper zunächst seine eigenen Energiereserven. Dies sind im wesentlichen die Fettreserven und Kohlehydrate in Form von Leber- bzw. Muskelglykogen.
Durch die Belastung kommt es infolge mechanischer und metabolischer Stressvorgänge zum Abbau kleiner Mengen funktioneller Proteine.
Bei der Energiegewinnung entsteht zudem Wärme, die zu einem großen Teil durch Schweiß abgegeben wird. Dadurch kommt es zum Verlust an Wasser und Elektrolyten.
Sofern große Schweißverluste nicht ausgeglichen werden, führt die Dehydrierung zu einer Beeinträchtigung der Blutzirkulation und der Wärmeableitung. Dies kann neben einem Leistungseinbruch schwerwiegende gesundheitliche Probleme nach sich ziehen.
Ein Mangel an Kohlenhydraten kann zu einem niederen Blutzuckerspiegel (Hypoglykämie) führen. Die Folgen sind u.a. eine zentrale Ermüdung und Erschöpfung. Eine unzureichende Versorgung an Proteinen kann ebenfalls zu einem Leistungsabfall mit erhöhter Krankheitsanfälligkeit führen.

Diese Mechanismen die infolge körperlicher Aktivität auftreten zeigen, dass der erhöhte Bedarf an Nährstoffen dem Training angepasst und täglich ausgeglichen werden muss. Der zusätzliche Bedarf an Menge und Qualität der Nährstoffe hängt natürlich stark von der Art, Intensität und Dauer einer körperlichen Belastung ab.

Nach Ansicht von Prof. Fred Brouns (Universität Maastricht) wäre es falsch zu sagen, dass diese Probleme und die daraus resultierenden Ernährungsmaßnahmen nur für hochtrainierte Spitzensportler gelten. Dies gilt vor allem unter dem Aspekt, dass weniger trainierte Sportler bei gleicher Belastungsintensität reichlicher schwitzen, mehr Kohlenhydrate als Muskelbrennstoff verbrennen, mehr Protein verbrauchen und sich langsamer von der Erschöpfung erholen.

Hier zeigt sich ein Problem der Sporternährung.

Der Begriff Sporternährung umschreibt nicht eine Ernährungsform für alle Sportler, sondern befasst sich mit der Ernährung sportlich aktiver Menschen. Entsprechend hängen die Empfehlungen zur Ernährung und die sich daraus ableitenden Maßnahmen zunächst von den Zielen und Rahmenbedingungen des Sportlers ab.

Im Regelfall will der Hochleistungssportler mit Hilfe der Ernährung seine Leistungsfähigkeit verbessern. Ein Judoka der für einen Wettkampf noch "Gewicht machen" muss stellt jedoch andere Anforderungen an seine Ernährung als ein Marathonläufer oder ein Eishockeyprofi der 2 Spiele am Wochenende bestreitet.

Der Gesundheitssportler hingegen sucht aktiv Entspannung und möchte dabei die präventiven und rehabilitativen Aspekte des Sports für sich zu nutzen. Hier stehen mehr die Themen allgemeine gesunde Ernährung zur Vermeidung von Erkrankungen und Übergewicht im Vordergrund.
Dazwischen gibt es die große Gruppe der leistungsorientierten (Freizeit-)Sportler. Hierbei stehen u.a. Fragen zur Leistungsfähigkeit im Sport und Beruf im Mittelpunkt des Interesses.

Die Antwort zur richtigen Ernährung hängt daher immer von den Fragestellungen und Zielen des Einzelnen ab.
Ein pauschale Lösung, die für jede Person zu jedem Zeitpunkt gültig ist, gibt es nicht!




Home l Archiv I Partner I Kontakt


Grundsätzliches zu den Links:
Wir haben keinerlei Einfluss auf die Gestaltung und Inhalte der Internetpräsentationen, auf die wir durch einen Link hinweisen. Trotz vorheriger Prüfung können wir diese Inhalte nicht mitverantworten. Wir distanzieren uns hiermit vorsorglich von den gelinkten Seiten und machen uns ihre Inhalte nicht zu Eigen.