Quinoa

Quinoa ist ein Stärkelieferant und wird vorwiegend in den Andenhochländern seit ca. 6000 Jahren als Grundnahrungsmittel genutzt. Die Pflanze ist genügsam und gedeiht problemlos noch in einer Höhe von 4300 m NN. Die Obergrenze für den Getreideanbau liegt dagegen bei 3500 m NN.
Es handelt sich dabei um ein einjähriges Kraut von 50-150 cm Höhe mit kleinen goldgelben Samen. Die Inkas schrieben der Quinoapflanze besondere Kräfte zu, und das gar nicht zu Unrecht, wie die moderne Ernaehrungswissenschaft mittlerweile nachgewiesen hat. Diese Körnerfrucht war für die Inkas das Hauptnahrungsmittel neben Kartoffeln und Mais.
Darüber hinaus spielte sie eine große Rolle in ihren indianisch-religiösen Kulturen. Deshalb verboten die spanischen Eroberer den Anbau unter Todesstrafe. Sie glaubten, die Inkas schöpften ihre Kraft und Widerstandsfähigkeit aus dieser Pflanze.

Mittlerweile wird Quinoa auch in Europa angebaut und ist in Reformhäusern und in den "Bio-Ecken" großer Supermärkte erhältlich.
Nicht nur im Aussehen, sondern auch in seiner Zusammensetzung und Verwendung ähnelt es dem Getreide. Es besitzt einen sehr hohen Proteingehalt und zeichnet sich dabei durch einen besonders hohen Gehalt an essentiellen Aminosäuren aus. Außergewöhnlich hoch ist zudem der Gehalt an Eisen und Zink. Beide Spurenelemente sind häufig bei Sportlern unterversorgt.

Inhaltsstoffe pro 100 g:

Energie
Eiweiß
Kohlenhydrate
Fett

Kalium
Magnesium
Eisen
Zink

343
13,8
60,8
5,0

804
328
8
7,5

Kcal
g
g
g

mg
mg
mg
mg


Im wesentlichen wird Quinoa zu Suppen und Breien verwendet. Zum Brotbacken eignet sich das kleberarme Mehl nur bedingt. Bestenfalls kann man es in geringem Prozentsatz dem Mehl beifügen, wenn man Mehrkornbrot backen will. Dann sollte man seinen Anteil auf 5 bis 10% begrenzen.
Den europäischen Essgewohnheiten entsprechen wahrscheinlich eher Rezepte, in denen Quinoa wie Reis gekocht wird. Quinoa gart allerdings schneller und nimmt auch mehr Wasser auf als Reis. Es sollte stets mit genügend Wasser gekocht werden.
Quinoa entfaltet beim Kochen einen typischen Geruch. Unter den gelblichen Körnern befindet sich immer ein gewisser Anteil dunkler Körner, die jedoch keinen Einfluss auf die Qualität haben.

Empfehlung:

Quinoa stellt keinen Ersatz, sondern eine interessante Ergänzung zu unseren heimischen Getreidearten dar. Durch seinen hohen Gehalt an Eisen und Zink ist es vor allem für vegetarische Sportler interessant.
Verwenden Sie anstatt Reis doch einfach mal Quinoa als Beilage.
Die Resorptionsquote des pflanzlichen Eisens wird deutlich durch die gleichzeitige Zufuhr von Vitamin C (z.B. in Orangensaft oder Paprika) verbessert.


Rezept:
Mit Quinoa gefüllte Tomaten



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