Amaranth

Amaranth ist kein Getreide im üblichen Sinne, er gehört zur Familie der Fuchsschwanzgewächse. Es handelt sich dabei eigentlich um einjährige Kräuter, die bis zu 2 m hoch werden. Die buschig rötliche Blüte ähnelt einem Fuchsschwanz. Weltweit gibt es ca. 60 Arten, die der Gattung Amaranthus zugeordnet werden. Die Amaranthpflanze stellt wenig Ansprüche an den Boden und gedeiht auch noch in großen Höhen. Für den Verzehr lassen sich je nach Gattung Samen und Blättern nutzen. Wobei pro Pflanze ca. 40.000 bis 60.000 Samen geerntet werden können. In Europa wird jedoch vorwiegend der Samen angeboten.
Für die Inkas und Azteken stellte er zusammen mit Quinoa ein Grundnahrungsmittel dar. Als die Spanier Amerika eroberten staunten sie über die Gesundheit der Bevölkerung und vermuteten zu Recht, es läge an den "Wunderpflanzen" Amaranth und Quinoa. Anstatt sich nun auch dieser Pflanzen zu bedienen, sind sie durch Getreidearten mehr und mehr verdrängt worden.
Mittlerweile interessiert man sich für diese Arten wieder stärker. So finden sich Amaranth Produkte (Müsli, Riegel, Samen) in einigen Supermärkten und Reformhäusern. Der Proteingehalt von Amaranth liegt bei 15 %. Ähnlich wie bei Quinoa überzeugt Amaranth durch seinen hohen Anteil an essentiellen Aminosäuren (lysinreich). Gemischt mit Weizen erreicht er eine Proteinwertigkeit von fast 100 Prozent und ist dann dem Fleisch als Proteinlieferant gleichwertig. Amaranth ist reich an Kalium, Magnesium, Calcium und Eisen. Neben dem günstigen Aminosäuremuster und dem hohen Gehalt an Mineralien ist Amaranth für Sportler zudem wegen seines hohen Stärkeanteil von Bedeutung. Vor allem vegetarische Sportler können davon profitieren.

Inhaltsstoffe pro 100 g:

Energie
Eiweiß
Kohlenhydrate
Fett

Kalium
Magnesium
Calcium
Eisen

343
13,8
60,8
5,0

484
308
214
9

Kcal
g
g
g

mg
mg
mg
mg

Quelle: GU-Nährwert-Kalorien-Tabelle

Empfehlung:
Amaranth stellt eine sehr gute Ergänzung zu unseren heimischen Getreidearten dar. Es ist ein Korn mit leicht nussigem Geschmack, kann wie Getreide zu Mehl gemahlen werden. Zusammen mit Weizenmehl kann man es auch verbacken.
Es passt sowohl zu süßen wie zu salzigen Speisen. Um Amaranth aufzuschließen wird er häufig gepoppt, dann kann er
Gebäck oder Müsli sofort zugefügt werden.
Amaranth kann wie Reis gekocht werden. Dazu lässt man Amaranth, für 30 Minuten in der 3-fachen Wassermenge köcheln und anschließend 10 Minuten nachquellen.
Sehr gut eignet sich Amaranth zur Beimischung in
Suppen und Eintöpfen.

Rezept:
Gemüse Amaranth


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