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BSE-Gefahr
durch Eiweißprodukte ?
Experten
warnen vor möglichen BSE-Erregern in Kraftnahrung für Sportler.
Die Deutsche-Apotheker-Zeitung (DAZ) nahm die BSE-Diskussion zum Anlass
die Zusammensetzung von Eiweißpulvern zu hinterfragen.
Denn es sei, so die DAZ, nur Insiderkreisen bekannt,
was wirklich in den Dosen enthalten ist. Viele der als Nahrungsergänzungsmitteln
verkauften Eiweißpräparate werden zu einem großen Teil aus Schlachtabfällen
hergestellt. Die davon ausgehende BSE-Gefahr kann heute noch niemand abschätzen.
Das tierische Eiweiß in den Powerpulvern auf Proteinbasis kann aus Knochen,
Sehnen und Blut von Rindern stammen und wird auf ähnliche Weise gewonnen
wie Tiermehl, das als BSE-Verbreiter gilt. Auch wenn bei der Herstellung
alle lebensmittelrechtlichen Vorschriften eingehalten werden, ist nicht
auszuschließen, dass BSE-Erreger überleben und als Powercocktail an der
Fitnessbar im Sportstudio wieder auftauchen.
Prof. Hans Holdhaus vom Institut für medizinische und sportwissenschaftliche
Beratung in Niederösterreich stellt hierzu fest: " Bei Präparaten zum
Muskelaufbau kann man nur zur Vorsicht raten. BSE-Gefahr ist keineswegs
auszuschließen. Was da genau drin ist weiß keiner."
Selbst der Wiener Kraftpulverhersteller Wolfgang Peer räumte in einem
Beitrag für Spiegel-Online ein, dass manche Firmen die Muskelaufbau-Präparate
so billig wie möglich produzieren. " Da kommt etwas vom Kopf hinein und
die Knochen, die Sehnen das Blut und was weiß ich noch alles."
Er ist jedoch der Meinung, dass Bodybuildern hier keine Gefahr drohe,
das wird hochgespielt.
Auch der Wiener Sportmediziner Paul Haber schätzt die Gefahr, dass BSE-infizierte
Schlachtabfälle in die Muskelaufbaupräparate gelangt seien, nicht ganz
so hoch ein. Er wollte aber auch keine Entwarnung geben. Die Verwendung
von Fleischabfällen für die Herstellung von Eiweißprodukten bedeute nicht,
dass diese minderwertig seien. Sie ergeben ein hochwertiges Proteinkonzentrat.
Es sei jedoch nicht auszuschließen, dass in den Schlachtabfällen auch
Rinderhirn enthalten sei.
Eine Übertragung des BSE-Erregers durch Kraftpulver ist somit nicht auszuschließen.
Die DAZ rät daher zur eigenen Sicherheit nur solche Eiweißpräparate zu
sich zu nehmen, deren Herkunft eindeutig geklärt ist und nur Soja oder
Molke enthalten. Leider deklarieren nur die wenigsten Hersteller auf den
Dosen was drin ist.
Hier beginnt die Problematik für den Konsumenten, denn solange die Pulver
als Lebensmittel und nicht als Arzneimittel in den Handel gebracht werden,
sind die Hersteller zu einer eindeutigen Deklaration nicht verpflichtet.
Von Seiten des Forum-Sporternährung möchten wir in diesem Zusammenhang
nochmals auf die Problematik der Internet Bestellung solcher Produkte
und der damit verbundenen Umgehung staatlicher Kontrollen zur Sicherung
des gesundheitlichen Verbraucherschutzes hinweisen.
Quellen: Deutsche Apotheker Zeitung; Spiegel
Online;
Lesen Sie dazu den folgenden Beitrag: Gefahr
aus dem Internet
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