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Studie Nahrungsergänzungsmittel Österreich Im Rahmen einer Untersuchung des Österreichischen Bundesministeriums für soziale Sicherheit und Generationen wurden 54 Nahrungsergänzungsmittel auf verbotene anabol-androgene Steroide (sog. Prohormone) untersucht. In 12 Produkten (22 % der untersuchten Produkte) wurden anabol-androgene Steroide gefunden, die nicht auf der Packung angegeben waren. Diese anabol-androgenen Steroide, vor allem Norandrostendion, Norandrostendiol und Androstadiendion, können zu positiven Dopingbefunden führen. Eine genaue Auflistung
der 12 Produkte mit Produktnamen finden Sie hier.
Diese Verzehrprodukte wurden in Sporternährungsfachgeschäften und in Apotheken gekauft, darüber hinaus wurden drei Produkte vom Österreichischen Verband für Kraftdreikampf zur Verfügung gestellt (nicht eingekauft wurden derartige Produkte in Fitnesscenter, Internet oder über Postfachfirmen). Die vorliegende Untersuchung kann nicht für sich in Anspruch nehmen, eine umfassende und systematische Qualitätskontrolle der am österreichischen Markt befindlichen Produkte zu sein. Untersucht wurden auch Steroide vom "Testosterontyp" und "Nandrolontyp". Alle Substanzen auf die getestet wurde stehen auf der Dopingliste des IOC in der aktuellen Version vom 1.9.2001. In zwölf Produkten (22%
aller untersuchten Produkte) konnte zumindest ein Steroid nachgewiesen
werden (in einem Fall wurden sogar vier verschiedene Steroide festgestellt
und quantifiziert). Insgesamt wurden fünf anabole Steroide in sehr
unterschiedlich hohen Konzentrationen gefunden. Die Rechtfertigung angesprochener Hersteller über die nachgewiesenen Verunreinigungen sind jedoch nicht nachvollziehbar. Diese geht in die Richtung, dass die Geräte und Einrichtungen nicht ordentlich gereinigt wurden. Nachdem es sich dabei um pharmakologisch wirksame Stoffe handelt, stellt sich in jeden Fall die Frage, wofür diese Stoffe (anabole Steroide) im Herstellerbetrieb verwendet werden. Somit stellt sich weiterhin die Frage, wie konnte es zu diesen sogenannten Verunreinigungen kommen. Bei den Produkten Speed
Creatin Kautabletten der Firma All Stars, sowie Triplex Zell Maximizer
der Firma All Stars befinden sich jedoch Mengen an Nandrolontyp Steroiden
in den untersuchten Proben, die zu einem positiven Dopingbefund führen. Eine gewisse politische Brisanz
erhält diese Studie mit der Kenntnis, dass die Untersuchungsergebnisse
bereits im Oktober 2001 vorlagen und an das zuständige Bundesministerium
(in Österreich) weitergeleitet wurden. Das gesundheitliche Risiko besteht weiterhin, ebenso die Gefahr für SportlerInnen nach Einnahme derartig verunreinigter Nahrungsergänzungsmittel mit einem positiven Dopingbefund konfrontiert zu sein, mit allen dazugehörigen Konsequenzen. Juni 2002 Die Informationen wurden
aus folgenden Quelle zusammengestellt:
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