Verunreinigte Nahrungsergänzungsmittel

Mitarbeiter des Instituts für Biochemie an der Sporthochschule Köln waren im Zeitraum Oktober 2000 bis November 2001 als Einkäufer von Nahrungsergänzungsmitteln im Einsatz.
Mit finanzieller Unterstützung des IOC konnten 634 nicht-hormonelle Nahrungsergänzungsmittel (NEM) aus 13 Ländern erworben werden. Anschließend wurden die Produkte auf 11 verschiedene verbotene anabol-androgene Steroide geprüft.

Von den 634 analysierten NEM zeigten 94 (14,8%) positive Befunde für verbotene anabol-androgene Steroide (sog. Prohormone) auf, die nicht auf der Packung deklariert waren.

Die meisten positiven NEM wurden in den

Niederlande 25,8%
Österreich 22,7%
Großbritannien 18,9%
USA 18,8%

In Deutschland waren von 129 untersuchten Präparaten 15 (11,6%) positiv getestet worden.

Ausscheidungsversuche mit positiven NEM führten zu positiven Dopingbefunden über mehrere Stunden.

Fazit:
Es gilt weiterhin höchste Vorsicht bei der Einnahme von NEM. Vor einer Einnahme von NEM unbekannter Herkunft wird dringend abgeraten.


Quelle:
Institut für Biochemie - Deutsche Sporthochschule Köln
www.dopinginfo.de



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